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Meghan MacLaren baut Führung aus –
sechs Schweizerinnen, zwei Österreicherinnen und drei Deutsche im Cut

Gams – Meghan MacLaren bleibt auf der Überholspur und steuert bei der VP Bank Ladies Open 2017 in der Ostschweiz auf ihren dritten LETAS-Sieg zu. In Runde zwei dieses einzigen professionellen Damengolfturniers in der Schweiz hat die Engländerin die alleinige Führung übernommen. Gross ist ihr Vorsprung für die Schlussrunde jedoch nicht – sie liegt nur einen Schlag besser als Karolin Lampert. Die Deutsche, die hauptsächlich auf der höherklassigen Ladies European Tour (LET) spielt, ist früh in der Saison gut in Form und konnte vor drei Wochen in Marokko auf der LET eine Top-10-Klassierung erreichen. Am «moving day» der VP Bank Ladies Open in Gams blieben weder Lampert noch MacLaren fehlerfrei, konnten sich aber dank 70er-Runden (zwei unter Par) an der Spitze des Leaderboards etablieren. «Ich habe versucht nicht an den Score zu denken sondern gut zu scoren und mein Ding so zu machen wie am ersten Tag», erklärte MacLaren ihr Erfolgsrezept.

Nach zwei Tagen noch immer in Tuchfühlung zur Spitze befinden sich Nina Pegova (Tschechien), Marta Silva (Spanien), Jenny Haglund (Schweden) und Linda Henriksson, die sich mit zwei Schlägen Rückstand auf MacLaren Platz drei teilen. Henriksson benötigte für die zweite Runde 68 Schläge – der beste Score des Tages. Ebenfalls vier unter Par spielte in Runde zwei die Engländerin Cloe Frankish, die sich damit auf Rang sieben vorschieben konnte. Dass die Scores trotz perfekter Bedingungen nicht tiefer gegangen sind, ist unter anderem auf die schwierigen Fahnenpositionen zurückzuführen: «Die Pin Positions sind tricky und die Grüns für mich recht schwierig zu lesen», erklärte Pegova.

Bei den Gastgeberinnen trumpften an Tag zwei vor allem die (jungen) Amateurinnen auf. Die 15-jährige Elena Moosmann (GC Ennetsee) schob sich mit einer 69er-Runde auf Rang 16 vor und ist damit nach zwei Tagen mit einem Gesamtscore von Level Par bestklassierte Schweizerin. Mit einem Schlag Rückstand folgt die 17-jährige Amateurin Chiara Tamburlini (OSGC Niederbüren). Einen weiteren Schlag zurück dann die beste Schweizer Proette, Caroline Rominger. Ebenfalls bei zwei über Par fürs Turnier halt die Westschweizer Amateurin Victoria Monod (Domaine Impérial), einzige Leftie im Feld. Den Cut geschafft haben auch Turnierbotschafterin Melanie Mätzler und die Tessiner Proette Anaïs Maggetti. Bis zum letzten Flight um den Cut gezittert hat die jüngste Spielerin im Feld, die erst 14-jährige Innerschweizer Amateurin Lily Hürlimann, die für den GC St. Leon-Rot startet. Mit einem Gesamtscore von +4 fürs Turnier im Cluhaus verfolgte sie bei ihrem ersten Profiturnier gebannt die sich laufend verschiebende Cut-Linie. Am Ende hat es doch nicht sein sollen – ein einziger Schlag bedeutete für die junge Amateurin das vorzeitige Turnierende.

Kämpfen mussten an Tag zwei auch die Österreicherinnen. Die Vorjahreszweite, Christine Wolf, lag nach sechs Löchern «drei über» für die Runde, kämpfte sich aber zurück auf «eins unter» für den Tag und schaffte den Cut sicher. Eine Unter-Par-Runde benötigte auch die Vorjahresvierte, die ÖGV-Nationalspielerin Emma Spitz, um sich für die Finalrunde zu qualifizieren. Spitz befindet sich wie Hürlimann noch im Wachstum und kämpft derzeit mit Schmerzen sowie einem etwas instabilen Schwung. Spitz’ Vorarlberger Nationalteam-Kollegin Julia Unterweger dagegen hatte ihre Ambitionen nach einer völlig missrateten Auftaktrunde bereits begraben müssen.

Eine gute Ausbeute können die Deutschen Spielerinnen ausweisen: fünf sind zum Turnier angetreten, drei schafften den Cut, die anderen beiden scheiterten nur gerade um einen Schlag. Karolin Lampert wird am Sonntag beim Kampf um den Sieg ein gewichtiges Wort mitreden und nach Olivia Cowan (2015) als zweite Deutsche in Gams nach dem Siegercheck greifen wollen. Ann-Kathrin Lindner und die Amateurin Anastasia Mickan dagegen weisen nach zwei Runden acht Schläge Rückstand auf die Führende auf.

VP Bank Ladies Open, Gams-Werdenberg, Par 72. Zwischenstand nach Runde 2:
1.
Meghan MacLaren (SCO/68+70) 138 Schläge; 2. Karolin Lampert (GER/69+70) 139; 3. Nina Pegova (CZE/70+70), Marta Silva (ESP/70+70), Jenny Haglund (SWE/69+71), Linda Henriksson (FIN/72+68) je 140; 7. Cloe Frankish (ENG/73+68), Stefania Avanzo (ITA/71+70), Joana De Sa Pereira (POR/68+73) und Valdis Thora Jonsdottir (ISL/70+71) je 141. Ferner: 16. Elena Moosmann (SWI/Am/75+69) 144; 21. Chiara Tamburlini (SWI/Am/75+70), Victoria Lovelady (BRA/72+73) und Christine Wolf (AUT/74+71) je 145; 29. Victoria Monod (SWI/Am/73+73), Emma Spitz (AUT/Am/75+71), Caroline Rominger (SWI/72+74), Ann-Kathrin Lindner (GER/73+73) und Anastasia Mickan (GER/Am/76+70) je 146; 39. Melanie Mätzler (SWI/76+71) und Anaïs Maggetti (SWI/74+73) je 147. Cut (147) verpasst: 53. Luisa Dittrich (GER/69+79), Lily Hürlimann (SWI/Am/73+75) und Chiara Mertens (GER/73+75) je 148; 61. Nadine Dreher (AUT/73+76), Leigh Whittaker (GER/75+74) und Nina Mühl (AUT/75+74) je 149; 72. Clara Pietri (SWI/74+77), Gioia Carpenelli (SWI/Am/75+76) und Katharina Mühlbauer (AUT/Am/75+76) je 151; 81. Tonje Daffinrud (NOR/74+78) 152; 85. Fabienne In-Albon (SWI/73+80) 153; 90. Julia Unterweger (AUT/Am/80+74) 154; 96. Tiffany Arafi (SWI/Am/78+77) 155; 99. Klara Wildhaber (SWI/Am/83+73) und Natalie Armbrüster (SWI/Am/76+80) je 156; 107. Eva Baraschi (SWI/85+72) 157; 114. Valeria Martinoli (SWI/78+81) und Eva-Maria Möhwald (SWI/83+76) je 159; 121. Georgia Oboh (NER/Am/78+84) 162. Ann-Kathrin Maier (AUT) und Rachel Rossel (SWI/Am) RETD.

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